SharePoint Workspace 2010: Der neue Offline-Client für SharePoint

Von Roman Korecky 4. October 2009 10:50

Wie bereits im Juli angekündigt und von Martina Grom auch schon in einem kurzen Artikel beschrieben, wird Microsoft Office Groove in der neuen Version SharePoint Workspace 2010 heißen. Dieses Produkt wird der primäre Offline-Client für SharePoint sein. Derzeit ist ja wird für die Offline-Unterstützung ja hauptsächlich Outlook eingesetzt.

LaunchbarDas SharePoint Workspace Produkt Team hat jetzt in einem Artikel offen gelegt, welche Features dieses Offline-Unterstützung umfassen wird. Gleich vorweg: Fast alle Features werden auf der Server-Seite SharePoint 2010 (oder zumindest die SharePoint Service 4.0) erfordern. Die bisherigen Groove-Funktionalitäten werden erhalten bleiben, es wird aber wahrscheinlich keine größeren Verbesserungen in diesem Bereich geben. SharePoint Workspace wird sich mit der Ribbon-Oberfläche außerdem an die restlichen Produkte der Office-Suite angleichen.

 

Kernstück der SharePoint-Unterstützung ist ein neuer Workspace,-Typ, der SharePoint Workspace. Dieser erlaubt, ganze SharePoint-Sites oder auch einzelne Listen oder Bibliotheken offline zu nehmen. Schon bisher war es ja möglich, Bibliotheken aus SharePoint in Groove-Workspaces zu integrieren. Die Synchronisation erfolgte dann allerdings nur halbautomatisch. Beim neuen SharePoint-Workspace erfolgt die Synchronisation dagegen vollautomatisch. Wenn ganze Sites synchronisiert werden, werden neue Listen und Bibliotheken auch automatisch synchronisiert. Anpassungen von Listen oder Bibliotheken werden ebenfalls automatisch übernommen. Die Auswahl, welche Elemente synchronisiert werden, wird über die Web-Oberfläche von SharePoint vorgenommen werden können. Ein Administrator kann aber auch Inhalte zu den SharePoint Workspace Clients “pushen”.

SharePoint Workspace wird die meisten Dokumentbibliothekstypen unterstützen. Auch die üblichen Features wie Aus- und Einchecken, Versionsgeschichte, benutzerdefinierte Eigenschaften und sogar Inhaltstypen werden unterstützt. Drag & Drop von Dateien wird vom Windows Explorer und von Outlook (!) heraus möglich sein. Dazu kommen viele fortgeschrittene Features wie die Möglichkeit, dass mehrere Autoren gleichzeitig ein Dokument editieren, automatisches Mischen (Merge) von Dokumenten, differentielle Synchronisierung usw.

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Ebenfalls unterstützt werden die meisten Standard-Listentypen einschließlich Diskussions-, Ankündigungs- und Hyperlink-Listen. Auch benutzerdefinierte Listen werden unterstützt. In SharePoint 2010 werden die meisten Listenformulare auf InfoPath-Technologie basieren. Auch SharePoint Workspace wird diese InfoPath-Formulare verwenden können.

Virtuelle Listen sind Listen, deren Daten nicht in SharePoint, sondern in externen Datenquellen (Datenbanken, Web Services) gespeichert sind. Diese virtuellen Listen werden von den Business Connectivity Services, die den bisherigen Business Data Catalog ablösen, bereitgestellt. SharePoint Workspace wird auch das Arbeiten mit derartigen Listen unterstützen.

In SharePoint erstellte öffentliche und private Ansichten für Listen oder Bibliotheken werden ebenfalls synchronisiert und können zur Darstellung in SharePoint Workspace verwendet werden.

Natürlich wird SharePoint Workspace auf SharePoint über HTTP oder HTTPS zugreifen können. Dank alternativer Zugriffszuordnungen, wird SharePoint Workspace auch automatisch erkennen können, ob es im Intranet oder über das Internet verwendet wird und automatisch die richtige URL zur Synchronisierung verwenden. Auch alle Authentifizierungsmethoden werden unterstützt, einschließlich der formularbasierten Authentifizierung.

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